
Diesen Morgen findet Christian wieder ein Geschenk in seinem Becher.
Wie immer sind wir so ziemlich die Letzten die fertig werden mit Frühstücken, Zelt abbauen und Rucksack packen. Wahrscheinlich haben wir aber nur deshalb Glück, zu sehen, was die Eingeborenen so zum Frühstück essen. Ein Weisskopfseeadler fliegt ploeztlich aus den Bäumen auf die Steine vor dem Zeltplatz zu.

Wir brauchen eine Weile um zu sehen, was er dort gesucht hat. Er scheucht eine Möwe auf, die dort sitzt, aber nicht wegfliegt.

Der Adler fliegt noch ein zweites Mal hin ohne irgend einen richtigen Angriff zu wagen und fliegt wieder zurück in die Bäume.
Leider ist es im Schatten noch zu dunkel für vernünftige Fotos. Der Adler nimmt sich eine grössere Pause, scheinbar traut er sich nicht so richtig oder die Anflüge waren zu anstrengend. Die Möwe springt auf einen anderen Stein, sieht eigentlich ganz normal aus, fliegt aber nicht weg. Irgendwas muss sie haben, was dem Adler nicht entgangen ist.

Angriff!

Möwe zum Frühstück

Beim dritten Versuch packt er die Möwe und nimmt sie mit. Gut das wir immer so langsam sind.

Nun aber los! Wir wollen heute so weit es irgendwie geht kommen, um am letzten Zeltplatz in zwei Tagen zweimal übernachten zu können und von dort einen Tagesausflug zu den Höhlen zu machen. Bevor es los geht schauen wir nochmal genau in die Gesichter. Wie sehen wir denn heute nach 4 Nächten in der Wildnis aus?

Schlimm!
Nochmal bei Sonnenschein versuchen:

Etwas besser!

Das erste Stück ruft gleich nach herausspringenden Kniescheiben

wir sind wieder mal froh die Last-Minute-Wanderstöcke gekauft zu haben

dampfende Baumstämme, dampfende Abenteurer

Die Sonne scheint - Ralf geniesst seinen Urlaub
Wie gestern schon, scheint es wieder ein toller Tag zu werden. Es ist noch kalt, aber die Sonne tut gut und es macht einfach Spaß hier an der Küste lang zu laufen. Auf den Felsen im Wasser liegen die Seelöwen und streiten um die besten Plätze.

Andere liegen einfach im Wasser und halten ihre Flossen in die Sonnen. Vermutlich haben sie auch nasse Socken.

Blick nach Süden

West Coast Trail Feeling

über eine Menge Leitern geht es hoch zum Leuchtturm

Wir klettern rauf zum Leuchtturm

Carmanah Lighthouse
Am Leuchtturm entdecken wir ein unscheinbares Schild, worauf steht, dass sich jeder Wanderer bis zu einem Liter Trinkwasser nehmen darf. Super, nach so viel Moewenwasser mal wieder sauberes Wasser für unterwegs!

Die Wärterin des Leuchtturms lässt sich blicken und ist so nett ein Stativ für uns aufzubauen, damit wir raus auf die Felsinseln mit den Seelöwen schauen können.

rechts sieht man ein Seil, über welches die Leuchtturmbewohner vom Boot aus versorgt werden.

West Coast Trail-Bewohner

ein Stück Ziviliation mitten im Nirgendwo. Der Diesel für den Stromgenerator wird von Booten aus über Rohre hier rauf gepumpt.

Wieder runter zum Strand über Leitern

Flussüberquerung am Carmanah Creek Campground

wir kommen gut rüber

und sparen uns damit die Seilbahn
Alle sind mit trockenen Klamotten rüber gekommen. Wir sind sehr froh, denn mittlerweile sind unsere Stiefel halbwegs trocken geworden. Jetzt ist es ganz wichtig, sich den Sand von den Füssen zu waschen um sich nicht doch noch Blasen zu laufen. Während ich mir auf einem großen Stein sitzen die Füsse wasche, rutscht mir ein Stiefel aus der Hand und rein in den Fluss! Sch*&#E! Der war doch gerade erst trocken geworden. Ich versuche noch schnell mit dem Handtuch zu retten was zu retten ist - aber es ist zu spät: mein Linker Stiefel ist wieder klatsch nass.

West Coast Trail

Es geht über lockere Kieselsteine und angeschwemmtes Seegras

oder über Felsblöcke

und von Algen überzogene Felsplatten

weiter über Sand. Zum Glück hat sich bisher keiner von uns Blasen gelaufen. Eine Ankündigung der Rangerin die bisher nicht eingetreten ist.

Zwangspause am km 50
Leider haben wir das erste Mal richtig Pech. Wir kommen einfach nicht weiter, obwohl die Flut laut Karte schon nicht mehr so hoch sein dürfte.

Zeit die Socken zu trocknen

irgendwann kommt uns jemand entgegen geklettert. Ein Belgier. Allein unterwegs. Er ist klatsch nass. Scheint nicht genug Zeit zu haben bis auf Ebbe zu warten.

wir verlieren viel Zeit. Irgendwann ist das Wasser niedrig genug zum durch laufen. Unsere Wasserschuhe kommen das erste mal zum Einsatz. Christian behält sie gleich an.

Ralf versucht es eine Weile ganz ohne Schuhe, gibt das dann zum Glück irgendwann auf. Es gibt zu viele spitze Steine und vor allem scharfe Muscheln. Mittlerweile haben uns auch die drei alten Damen aus dem Bus eingeholt, die ja einen Tag später los gelaufen waren.

ein riesiger Schwarm Möwen kündigt die Nähe von Suesswasser an. Mir dreht sich gleich wieder der Magen um.

durch den Walbran Creek
Kurz versuche ich noch eine Stelle zu finden, wo man trockenen Fusses über den Fluss kommt. Irgendwann laufe ich einfach durch. Einer meiner Schuhe ist eh nass. Nun sind es beide.

am Walbran Creek Campground

Sonnenuntergang am Walbran Creek

Abendbrot mit Blick auf den schoensten Sonnenuntergang bisher

es ist schwierig einen Platz zu finden, wo noch keine Möwe etwas hingelegt hat.

Gleiches gilt für das Trinkwasser. Die Möwen baden drin und legen mir was rein.

Ralf sieht glücklich aus. Er genießt seinen Urlaub.

Sonnenuntergang - Zeit schlafen zu gehen

Durch die Knapp 2h die wir durch die Flut verloren haben, sind wir statt bis zu km 62 nur bis zu km 53 gekommen. Damit wird es wohl nichts mehr mit dem Ausflug zu den Höhlen am vorletzten Tag.
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